Ein Apfelwandertag entlang des Jakobsweges?

An apple a day keeps the doctor away….

Vielleicht ist es ein bisschen abgedroschen, einen Blogbeitrag über einen Apfelwandertag so einzuleiten. Da sein Potential aber gerne verkannt wird, verdient der Apfel auch mal besondere Aufmerksamkeit. Immerhin hat er schon einige Jahre auf dem Buckel. Der Menschheit bekannt is(s)t er seit etwa 8000 vor Christus, als Nomaden die ersten Exemplare aus dem heutigen Kasachstan mitbrachten. Es sollte dann noch ca. 3000 Jahre dauern, bis Evas Obst der Versuchung dank der Römer unsere Gefilde erreichte.

Im Gegensatz zu Ananas und Co., muss die Frucht mit dem wohlklingenden lateinischen Namen Malum keine Reise um die Welt machen, um unseren Gaumen und unser Vitamindepot zu erfreuen.

Dies und mehr über DIE Frucht aus meiner Kindheit habe ich beim „Apfelwandertag“ im Hinterland von Friedrichshafen erfahren. Auf dem elterlichen Hof gab es vor allem die Marke Golden Delicious, den ich in solchen Mengen vertilgte, dass ich in diesem Leben wohl keinen mehr essen kann.

Die Lieblinge der Deutschen

Die Lieblingssorte der Deutschen ist übrigens der Elstar, gefolgt von meiner „Jugendliebe“, dem Golden Delicious. Den Jakobsweg-Pilgern, die mir unterwegs begegneten, war dies vermutlich egal. Sie waren einfach nur glücklich über einen erfrischenden Energieschub. Es war mir bis gestern tatsächlich nicht bewusst, dass der Jakobsweg so nah an meiner Heimat vorbei führt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Oberschw%C3%A4bischer_Jakobsweg

Auch wenn es bei Ihnen in der Region vielleicht keinen Apfelwandertag gibt, so stellt sich ja bestimmt für andere Freiluft-Aktionen immer wieder die Kleiderfrage.

Zunächst habe ich mir überlegt, was mir wichtig ist. Und da steht an oberster Stelle der Tragekomfort. Das Einfachste wäre es natürlich, ein Outdoor-Sport-Outfit zu wählen. Aber ein Apfelwandertag ist ja kein Halbmarathon. Heißt: Ich möchte schon auch ein Quäntchen chic aussehen. Ich habe mich für diese Hose von Samoon entschieden:

https://www.peterhahn.de/samoon-hose-mit-geradem-bein-sand-629410.html

Der 3%ige Elasthan-Anteil garantiert, dass die Hose jede Bewegung mitmacht. Da Ton-in-Ton-Outfits eine generell streckende Wirkung haben, habe ich mir dieses Shirt von Anna Aura dazu ausgesucht:

https://www.peterhahn.de/anna-aura-jersey-shirt-mit-1-2-arm-taupe-828213.html

Mit seinem Viskose-Elasthan-Gemisch vereint es Chic mit Bequemlichkeit. Da es ein Longshirt ist, umspielt es kernige Schenkel und streckt zusätzlich optisch.

Da es im September sehr warm, aber ebenso kühl sein kann, habe ich mir diese bildschöne Strickjacke von Inkadoro bestellt:

https://www.peterhahn.de/inkadoro-strickjacke-aus-reinem-alpaka-zyklam-multicolor-874811.html

Eine weise Entscheidung, wie sich dann herausstellte. Denn das Wetter war sehr durchwachsen und ich konnte mich in meine Strickjacke aus reinem Alpaka einkuscheln, ohne zu frieren.

Frisch aus dem Ofen

Zu Hause angekommen, habe ich mich gleich in die Küche begeben und meinen ersten Apfelkuchen der Saison gebacken und damit nicht nur mich selber beglückt:

Apfelgitterkuchen:

            Für den Teig:

300 g   Mehl

200 g   Butter

175 g   Zucker

1         Ei(er)

1         Zitrone(n), abgeriebene Schale davon

          Für die Füllung:

1 kg     Äpfel, säuerlich

1         Zitrone(n), den Saft davon

50 g     Rosinen

50 g     Zucker

1 TL     Zimt

          Für den Guss:

2         Ei(er)

3 EL    Milch

1 EL    Zucker

1 EL    Puddingpulver, Vanille

Zubereitung:

Arbeitszeit: ca. 30 Min. Ruhezeit: ca. 2 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Aus den Zutaten für den Teig einen Mürbeteig herstellen und den Teig zugedeckt 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Äpfel schälen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien, in dünne Scheiben schneiden und mit dem Zitronensaft, dem Zucker und dem Zimt mischen.

Den Teig ausrollen und den Boden und den Rand einer gefetteten Springform damit auslegen. Etwas Teig für das Gitter zurückbehalten und in schmale Streifen schneiden. Den Teigboden mit der Gabel mehrmals einstechen. Die Äpfel darauf verteilen.

Für den Guss die Eier mit der Milch, dem Zucker und dem Puddingpulver verrühren und über die Äpfel gießen. Die Teigstreifen gitterartig über die Äpfel legen (Statt des Gitters kann man auch verschiedene Formen ausstechen und den Kuchen damit verzieren).

Den Kuchen ca. 50 – 60 Minuten im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen backen.

Der Apfel – er erfreut nicht nur unseren Gaumen, sondern ist auch ein „Sinnbild der Liebe, Fruchtbarkeit und Schönheit“. Er ist voller Ballaststoffe (Pektine), soll gut gegen Bluthochdruck und Cholesterin wirken und ist eine regelrechte Vitaminbombe. Deshalb wohl auch das alte Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away“…

Und welche ist Ihre Lieblingssorte? Kennen Sie ein tolles Rezept, das Sie mir verraten würden?

Author: thenwo

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