Home is where your heart is…

In jungen Jahren, als mein Herz noch DEM Mann in meinem Leben – meinem Vater – gehörte, war die Sachlage klar: meine Heimat ist der kleine beschaulichen Ort Eriskirch am Bodensee, egal wo immer ich mich gerade bewegte. Und endlich habe ich eine schlüssige Erklärung dafür gefunden, warum ich unerträgliches Heimweh hatte, wenn es mal für eine Nacht oder gar länger zum Schulausflug ging – mein Herz war quasi abgekoppelt von meinem Körper, es war immer am Bodensee.

Wie es halt der Lauf der Dinge ist, musste mein Vater mit der Zeit ein bisschen Platz machen. Aber egal, wie groß die Schmetterlinge im herzigen Nebenschauplatz Bauch auch waren, keiner der jungen Herren hätte mich dazu bewegen können, meine geliebte Heimat zu verlassen.

Nun, ca. 25 Jahre später, hat sich mein Horizont zum Glück etwas erweitert und ich könnte mir gut vorstellen, zumindest einen Teil des Jahres auf Mallorca, in Devon (GB) oder Irland zu verbringen. Aber für immer? Nein, das wäre nichts für mich.

Damit Sie verstehen, warum meine Heimatliebe so stark ist, hier ein paar Bodensee-Suchtpunkte:

Bodman – der kleine beschauliche Ort und Namensgeber am westlichen Bodensee:

Eingebettet in den Wäldern des Bodanrück am Ende des Überlinger Sees liegt der 1500-Seelenort Bodman. Ganz anders als am östlichen Bodensee hat man hier selbst in der Hochsaison das Gefühl, die Zeit wäre ein bisschen stehen geblieben.

Die wunderschönen Uferanlagen von Bodman mit schönen Blumenwiesen laden zum entspannten Verweilen ein. Wenn der Hunger sich meldet, dann lohnt sich ein Besuch im Fischrestaurant „Fischerhaus“. Hier gibt es leckeren Bodenseefisch:

http://www.hotel-fischerhaus.de/

Für eine kurze Kaffeepause möchte ich Ihnen das „Seeum“ empfehlen. Die Lage direkt neben dem Abenteuerspielplatz und am See ist einfach wunderschön und momentan haben Sie dort auch tolle Aussichten auf eine stattliche Frau mit Format:

http://www.kerns-restaurant.de/service/seeum.aspx

http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/bodman-ludwigshafen/Die-nackte-Yolanda-begeistert-im-Hafen-von-Bodman;art372434,8005672

Im Seeum soll übrigens das Bodensee-Museum entstehen. Gemeinderat und Bürger sind sich nur noch nicht einig, wer die Folgekosten hierfür übernehmen soll.

Ein Touristen-Hotspot der Extraklasse ist die Klosterkirche Birnau.

http://www.birnau.de/

Unglaublich, aber wahr: ich selber war dort zum ersten Mal vor ca. 5 Jahren. Es ist ja oft so, dass die Touristen sich in der eigenen Heimat besser auskennen, als man selbst. Die Basilika liegt nahe des Seeufers in Mitten von Weinbergen. Ein wunderbarer Flecken Erde. Und selbst wenn Sie dort nur kurz verweilen, so lohnt sich ein Abstecher runter an den See in einen der wenigen Biergärten, in dem sie ihre Füße direkt ins Wasser hängen können:

http://www.hotel-pilgerhof.de/

Auch sehr schön und kein Touri-Nap ist das Restaurant direkt gegenüber der Birnau:

http://www.birnauer-oberhof.de/

Mein Neffe wird dort nächstes Jahr heiraten. Wer auf der Suche nach einer ungezwungenen Hochzeits-Lokation ist, ist hier gut aufgehoben. Gesessen wird auf Heuballen statt auf Kirchenbänken.

Überlingen gehört zweifelsohne zu den hübschesten und geschichtsschwangersten Städtchen am Bodensee. Neben einem Münster finden Sie hier auch das legendäre „Galgenhölzchen“, eine Kultkneipe, die es seit mittlerweile 30 Jahren gibt:

http://galgen-ueberlingen.de/

Es wird gemunkelt, dass hier auch der ein oder andere adelige Schüler aus dem nahen Internat Salem schon abgestützt ist….. Ob Salem-Schüler Prinz Charles wohl auch schon hier gastiert hat?

Paradiesisch:

Und meines Erachtens gibt es in Überlingen auch eine der besten Eisdielen am ganzen Bodensee, die nicht ohne Grund den Namen „Eisparadies“ trägt:

http://www.ice-paradise.com/

Langsam kommen wir meinem Geburtsort näher und passieren dabei Friedrichshafen. Die große Kreisstadt wurde im 2. Weltkrieg leider nahezu vollständig zerbombt und ist daher bei Weitem nicht so charmant wie die Städte Meersburg, Lindau, Konstanz usw. Für Diejenigen, die sich allerdings für die Zeppelin-Ära oder die Vermächtnisse der Familie Dornier interessieren, führt kein Weg an diesen beiden wirklich sehenswerten Museen vorbei:

http://www.zeppelin-museum.de/

Im Museums-Restaurant, wo sie garantiert auch Einheimische antreffen, gibt es übrigens leckere Kässpätzle, Currywurst u.v.m. mit unvergleichlicher Sicht auf Hafen, Promenade und See:

http://www.zeppelinmuseum-restaurant.de/start.html

Das Dorniermuseum liegt direkt am Flughafen Friedrichshafen:

http://www.zeppelinmuseum-restaurant.de/start.html

Und auch hier können Sie in unmittelbarer Nähe gut und preiswert essen:

Startseite

Kerosingeruch und damit Freiheitsgefühl gibt’s in diesem Flughafen-Restaurant als kostenlose Beigabe …

Außer dem schönen Naturschutzgebiet am See hat mein Heimatort Eriskirch leider nicht so viel zu bieten.

http://www.naturschutz.landbw.de/servlet/is/67506/

Aber ein Spaziergang durch das Ried lohnt sich allemal – nicht nur für Ornithologen.

Wir fahren nun weiter nach Wasserburg am Bodensee. Die Halbinsel ist ein zauberhaftes Kleinod und beherbergt dazu auch noch ein tolles Restaurant direkt am See, das sich sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen überaus großer Beliebtheit erfreut:

http://www.hegestrand3.de/

Nach so viel Völlerei wird es Zeit für Bewegung. Wenn Sie gerne Wandern und die traumhafte Vogelperspektive auf den Bodensee genießen möchten, dann sollten Sie nicht versäumen, den Hausberg Pfänder (1064 m) in Bregenz statt mit der Bahn per Pedes zu erklimmen. Entlang der Bahn ist das nicht so prickelnd, weil überfüllt und damit alles andere als entspannend.

http://www.pfaender.at/

Wenn Sie Ihr Auto im Ortsteil Lochau parken, können Sie den Pfänder fast schon einsam erobern. Passieren Sie die Kirche (gegenüber das „Messmer“ – angeblich mit eines der besten Restaurants in Vorarlberg http://www.wirtshaus-messmer.at/) auf der Pfänderstraße und biegen Sie nach ca. 100 m links ab. Kurz danach geht’s dann rechts Richtung „Halden“ in den ersten Waldaufstieg. Wenn Sie sich für diese Tour interessieren, dann übersende ich Ihnen gerne eine genauere Wegbeschreibung.

Übrigens sind 1064 m nicht die Welt. Aber wenn man bedenkt, dass wir auf 400 m Höhe starten, ist es schon eine stattliche Wanderung (Schwierigkeitsgrad Rot), die ca. 2,5 – 3 Stunden dauert. Die Ausblicke auf den Bodensee sind dabei einfach umwerfend. Aus manchen Perspektiven hat man das Gefühl, aufs Meer zu blicken. Und die friedlich vor sich hin käuenden Kuh- u. Rinderherden mit ihren bimmelnden Glocken beamen einen direkt in eine gefühlt hochalpine, heile Welt.

Nach so viel Bewegung ruft der Körper nach Belohnung. Und auch oben in luftiger Höhe kommt das kulinarische Vergnügen nicht zu kurz:

http://www.pfaender.at/gastronomie/pfaenderdohle/

Da es unumstritten knieschonender ist, den Berg mit der Bahn hinunter zu fahren, können Sie ja nun mit der Bahn zurück nach Bregenz und von dort mit dem Bus zurück nach Lochau fahren.

Hier endet meine kleine Tour vom Westteil zum Ostteil entlang der deutschen Seeseite mit Abschluss im österreichischen Bregenz. Obwohl ich nur ein paar wenige Hotspots für Sie herausgepickt habe, ist es ein (viel zu) langer Blogbeitrag geworden. Beim Fotografieren und Schreiben ist mir wieder mal bewusst geworden, wie paradiesisch ich doch leben darf. Aber ich komme auch viel herum und weiß natürlich auch: Es gibt so viele zauberhafte Flecken in unserem schönen Deutschland. Denn: Home is where your heart is!

PS: Wenn Sie einen Urlaub am Bodensee planen und Tipps brauchen, dürfen Sie mich gerne anschreiben

PPS: Die Schweizer Seite ist übrigens auch sehr schön und sehenswert, weil viel beschaulicher und ursprünglicher

PPPS: Sind Sie auf der Suche nach einem schicken Komfort-Oberteil, das Sie auf Ausflügen, egal ob per Bus, Auto oder Bahn begleitet und bekleidet? Hier mein Tipp für Sie:

https://www.peterhahn.de/peter-hahn-blusen-shirt-ecru-719701.html

 

Author: thenwo

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